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Winterfledermäuse

Schüler der AG „Junge Naturschützer“ auf den Spuren der Fledermäuse


Kälte und Nahrungsmangel zu überstehen, erfordert besondere Anpassungen. Auch europäische Fledermäuse haben daher, ebenso wie einige andere Säugetiere, eine besondere Überlebensstrategie entwickelt: Sie legen sich im Herbst ein großes Depot von Fettgewebe an und können dann mit Hilfe dieser Energiereserve die kalte und nahrungslose Zeit verschlafen. Im Herbst stellt sich der Organismus langsam auf den Winterschlaf um. Er ist eine anhaltende Kältelethargie. Ab Oktober/November werden die Winterquartiere aufgesucht, wobei der genaue Zeitpunkt sowohl von der Außentemperatur als auch von der jeweiligen Art und wahrscheinlich auch von einem inneren Zeitgeber abhängt.
Jede Art hat eine bestimmte Vorzugstemperatur für ihren Hangplatz im Winterschlaf, alle benötigen eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit im Quartier, um gegen Austrocknung geschützt zu sein. Nach der Wahl des Hangplatzes lassen sich 3 Gruppen unterscheiden:
  1. Arten, die immer frei mit den Hinterfüßen an der Decke oder an Wandvorsprüngen hängen
  2. Arten die ebenso, aber in mikroklimatisch günstigen Nischen, Schächten oder Spalten hängen
  3. Arten in engen Spalten mit möglichst allseitigem Körperkontakt an den Wänden.
 
Fledermäuse sollten möglichst nicht im Winterschlaf gestört werden, da sonst ihre Fettreserve schnell aufgebraucht ist und die Tiere sterben könnten.
 
Letzten Samstag besuchte die AG „Junge Naturschützer“ unserer Schule ein solches vom NABU Finsterwalde betreutes Winterquartier. Hierzu suchten Schüler der LuBK 5 und 7 die Schlosskellergewölbe in Sonnewalde auf, die eigens für diesen Zweck hergerichtet worden waren. Bei kühler Dunkelheit ertasteten oder stolperten sie nur mit Taschenlampen bewaffnet durch die Gänge und Räume auf der Suche nach den schlafenden heimlichen Jägern der Nacht. Die Fledermausexperten des NABU Mike Korreng, Sören Wolf und Dr. Thomas Spillmann-Freiwald führten die Schüler in 2 Gruppen fast 2 Stunden durch die fast unheimlichen Gewölbe. Insgesamt 17 Fledermäuse wurden entdeckt. Darunter waren die Fransen-, Wasser-, Mopsfledermaus und das Braune Langohr. Ihre Standorte wurden genauestens in Lageskizzen festgehalten.
Diese Exkursion führte vor Augen, wie sinnvoll aktiver Naturschutz sein kann.
 
Text und Fotos Frau Eiser
 

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