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Gemalt, nicht gesprayt!



Street Art im BASF Schwarzheide

 

Das ist doch gesprüht, so der erste Gedanke beim Anblick der mit Details überfluteten Bilderwelten. Ist es nicht. – Aber es soll aussehen und wirken wie Graffiti. Affen klüngeln in der U-Bahn-Station, Marionetten marschieren durchs Schwimmbad, Männer schlagen sich mit Baseballschlägern durch einen Kuchenberg – es sind groteske Szenenwerke, die der Maler Robert Matthes mit Öl auf die Leinwand bringt. Am 06.07.2017 besuchten die Kunstkurse 11 von Frau Sperling und Frau Bogott die BASF in Schwarzheide, um sich die Ausstellung „Schlaraffen unter sich“ mit mehr als 60 Werken des Nachwuchskünstlers Robert Matthes anzusehen. Wer die Bilder verstehen will, sollte Zeit mitbringen. Denn in den Arbeiten des jungen Malers lassen sich unzählige Entdeckungen machen. Jedes Bild zeigt eine große Fülle von Symbolen, Figuren und Objekten, die sich überlagern, ineinander wachsen und sich vernetzen. Detailvielfalt verbindet der Maler mit Street Art-Elementen. Mit Hilfe der Illusionsmalerei lässt er marode Stadtkulissen entstehen und gestaltet diese im Sinne von Straßenkunst mit Graffiti, bekannten Comicfiguren und Fantasiewesen auf Leinwand. Inhaltlich setzt er sich mit sozialen und politischen Themen auseinander. Besonders interessiert ihn die Rolle des Menschen im Spannungsfeld des eigenen Fortschritts und maßlosen Konsums unter dem täglichen Einfluss von Dauerbeschallung und Bilderflut einer überreizten Informationsgesellschaft. Nachdem wir uns in Gruppen mit ausgewählten Werken auseinandersetzten, konnten wir uns in der Ausstellungshalle mittels Street Art Elementen wie Tags und Stickern verewigen.

Text und Fotos Frau Sperling und Frau Bogott