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Premierenklasse bei „Dreck“


 

Ein ganz besonderes Theatererlebnis


 
Am Donnerstag, dem 3.Mai.2018, hatten wir, die Klasse 8 A des Sängerstadt Gymnasiums Finsterwalde, die Möglichkeit, Premierenklasse des Stücks „Dreck“ zu sein. Das bedeutet, dass wir die Ersten waren, die das Stück, welches auf der Basis von Robert Schneiders Roman „Dreck“ produziert worden war, sehen durften. Dazu besuchte Michael Zehentner von der neuen Bühne Senftenberg unsere Schule und stand 42 Minuten im Klassenzimmer. In dem Stück geht es um den Flüchtling Saad Saad, der illegal aus dem Irak nach Deutschland gekommen ist. Jetzt ist er als Flüchtling hier und spricht in einem Monolog über seine Flucht, seine Ängste und die große Sehnsucht, die er hat. Er möchte zurück nach Hause, aber wo ist sein Zuhause? Soll er Deutschland als sein neues Zuhause annehmen, obwohl er auch hier von vielen Menschen nicht akzeptiert wird? Dadurch, dass wir nur wenige Zentimeter von ihm entfernt waren, hat man alles nochmal ganz anders mitbekommen. Michael Zehentner öffnete auch während der Vorführung immer wieder das Fenster. Diese Geste sollte zeigen, dass er immer auf der Flucht ist und jeden Moment damit rechnet, entdeckt zu werden.
Nach der Vorstellung sprachen wir gemeinsam mit der Theaterpädagogin Theresa Gerth nochmal über das Stück. Wir konnten ihr ungeklärte Fragen stellen, aber auch sie stellte uns Fragen, um sicherzugehen, dass wir den Inhalt richtig verstanden haben und man dieses Stück nun so in anderen Klassen aufführen kann. Außerdem teilten einige Mitschüler ihre Meinung zu dem Thema Flüchtlinge mit uns. Einige Fragen richteten sich auch an Michael Zehentner, wie er zum Bespiel diese große Menge an Text gelernt hat. Darauf antwortete er, dass er seinen Text etappenweise lerne. Außerdem kam die Frage auf, ob er nervös war, ganz allein vor den 24 Schülern zu schauspielern. Er gab zu, etwas nervös gewesen zu sein, aber für uns wirkte er sehr sicher und konzentriert.
„Dreck“ gab uns sehr viel Inspiration, selbst nochmal über Flüchtlinge nachzudenken, da wir jetzt ja auch die Problematik von einer ganz anderen Sichtweise betrachtet haben.
 
Text Cheyenne Roigk (Klasse 8 A)/Fotos Neue Bühne Senftenberg